Bewässerung mit dem Tropfschlauch – So geht’s

Von | 5. Juni 2016

Ein Tropfschlauch ist die High-Tech Variante zum Perlschlauch. Er besitzt eine regelmäßige Lochung und eine stabile Struktur. So gibt nicht der gesamte Schlauch Wassertropfen ab, sondern nur die gelochten Stellen. So kannst du bsp. den Schlauch so verlegen das nur Stellen bewässert werden, an denen auch tatsächlich etwas wächst.

Außerdem kannst du frei konfigurieren und ggf. einzelne Löcher verschließen. Bedenke hierbei nur das, wenn zu viele Löcher geschlossen sind, der Druck im Schlauch größer wird. Dadurch können sich andere Löcher vergrößern. Dies führt zur Pfützenbildung.

Die meisten Tropfschläuche sind nur für die Oberirdische Bewässerung geeignet, da ansonsten die Löcherverstopfen. Sie sind entweder in Standartlängen zu haben oder als Meterware.

Bedenke außerdem, dass Tropfschläuche verschiedene Anschlussysteme haben können, sodass nicht jede Steckverbindung kompatibel sein muss. Die meisten Hersteller verwenden allerdings einen 1/2″ Kupplung, sodass du den Tropfschlauch problemlos mit dem Gardena-Stecksystem o.ä. verbinden kannst.

Mit der richtigen Bewässerungsuhr oder dem richtigen Bewässerungscomputer kannst du so die gezielte Bewässerung deines Gartens, deiner Terasse, deines Gewächshaus oder dienem Balkon problemlos vollständig automatisieren.
Inhaltsverzeichnis

  1. In welchen Formen gibt es Tropfschläuche?
  2. Wie lang darf ein Strang sein?
  3. Wie viel Druck braucht der Tropfschlauch?
  4. Nützliche Fakten
  5. Vor- und Nachteile
  6. Zubehör

In welchen Formen gibt es Tropfschläuche?

Tropfschläuche gibt es sowohl als Meterware im Baumarkt mit Blindstopfen als auch in verschiedenen Standartgrößen(15,25,50 Meter). Sie sind im Gegensatz zu Perschläuchen nicht mit einer porösen Oberfläche bestückt sondern regelmäßig gelocht. Die restliche Oberfläche ist Wasserundurchlässig. So geben sie nur an den gelochten Stellen Wasser ab. Dies kann man zu gezielten bewässerung verwenden.

Tropfschläuche kannst du in der Regel nur zu Überflächenbewässerung verwenden, da unter der Erde die Löcher schnell verstopfen können, was zu hohem Druck im Schlauch führen kann. Das Resultat sind zu große Löcher, Überwässerung und Wasserpfützen.

Trotz der Oberirdischen Bewässerung ist eine automatische Bewässerung von Wasserempfindlichen Pflanzen kein Problem. So können bsp. Tomatenpflanzen durch solch ein System problemlos gewässert werden, da der Druck so gering auf dem Schlauch ist, dass das Wasser nicht an die Blätter der Pflanze spirtzt. So können Pilze oder sonstiges Krankheiten von empfindlichen pflanzen vermieden werden.

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Wie lang darf ein Strang sein?

Es gibt Tropfschläuche in verschiedenen Standartlängen und als Meterware. Nur wie lang sollte dieser nun maximal sein? Es gibt keine offiziellen herstellerangaben, allerdings empfehlen wir eine maximale Länge von 50 Metern. So ist gewährleistet, das über die gesamte Länge gleichmäßig Wasser abgegeben werden kann.

Du kannst Tropfschläuche natürlich individuell verlegen. Es ist hierbei egal ob du Wellenformen, einen graden Strich oder Kreise verwendest. Wichtig ist, dass du auf die Länge des Stangs achtest.

Du kannst Tropfschläuche natürlich auch individuell kürzen. Dies ist zum Beispiel empfehlenswert, wenn der Tropfschlauch für das Beet viel zu lang ist, oder der Balkon zu klein. Wichtig ist hierbei nur, einen passenden Blindstopfen zu verwenden, der das Ende vollständig verschließt und dem Wasserdruck auch stand hält.

Wir richten uns bei diesem Wert nach der maximalen Länge, welche als Standartgröße vertrieben wird. Mit entsprechenden einstellbaren Tröpfchenbewässerern kann diese Länge natürlich ungemein gesteigert werden. Für den gebrauch als Hobbygärter ist dies allerdings zu komplex.

Einige Tropfschläuche kannst du laut Hersteller auch problemlos auf bis zu 100 Meter verlängern. Wir empfehlen hier allerdings ganz klar einfach einen neuen Strang anzulegen mit einem einfachen 2-Wege-Verteiler *.

Es stellt übrigens kein Problem dar einzelne Löcher zu verschließen. Allerdings achte darauf das es nicht zu viele sind und es im Verhältniss zu Länge des Tropfschlauchs steht.

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Wie viel Druck braucht der Tropfschlauch?

Ein Tropfschlauch braucht einen minimalen Druck von 0,5 Bar und einen maximalen von 4. Dementsprechen solltest du die Wasserleitung mit mehr Bar nicht unbedingt voll aufdrehen.

Die meisten Tropfschläuche haben eine Kupplung mit integriertem Druckminderer(linkes Bild). Dies ist natürlich ein kleiner Schutzmechanismus. Allerdings hat nicht jedes System einen Druckminderer integriert.

Betreibst du ein solches Bewässerungssystem mit zu viel Druck, so vergrößern sich mit der Zeit einzene Tropflöcher. Dies führt zu lokalen Überwässerungs bzw. Pfützenbildung. So ist das System nicht mehr zu gebrauchen. Deshalb achte immer darauf mit wie viel Druck du deinen Tropfschlauch strapazierst.

Bedenke außerdem, dass ein Tropfschlauch mit einer Länge von 50 Metern einen höheren Druck als ein Schlauch mit 15 Metern braucht um Einwandfrei zu funktionieren.

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Die Top 3 Tropfchläuche

Nützliche Fakten

Hier findest du noch einmal alle wichtigen Fakten zusammgefasst.

Ein Tropfschlauch ist ein Bewässerungsschlauch mit einer regelämßige Lochung und einer Wasserundurchlässigen Oberfläche. Das beudetet, es wird immer nur bsp. alle 30cm tropfenweise Wasser abgegeben.

Um die Bewässerung gleichmäßif zu gestalten sollte ein Druck zwischen maximal 4 und minimal 0,4 Bar gewählt werden(oder Herstellerangaben). Zusätzlich solltest du darauf achten eine maximale Länge von ca. 50 Metern einzuhalten. Wenn du mehr als 50 Meter benötigst, empfiehlt es sich einen 2. Stang anzulegen.

Bei individueller kürzung oder Meterware ist es wichtig einen geeigneten Wasserdichten Blindstopfen zu nehmen, der dem Druck auch standhält. Nur so ist es gewährleistet, dass das Wasser tatsächlich nur in den Lochungen austritt und nicht hinten sich eine riesige Pfütze bildet.

Tropfschläuche kannst du in der Regel nur zu Oberflächenbewässerung verweden. Für die Untergrundbewässerung empfiehlt sich eher ein Perlschlauch.

Zu viel Druck kann dazu führen, dass einzelne Lochungen sich vergrößern und sich Pfützen bilden bzw. einzelne Areale überwässert werden. Deshalb achte darauf wie viel Druck du in dem Tropfschlauch aufbaust.

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Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • Gleichmäßige Bewässerung in regelmäßigen Abständen
  • Betrieb mit Leitungswasser auf Dauer teuer
  • Blätter bleiben trocken
  • Je nach Qualität vergrößern sich die Tropflöcher mit der Zeit
  • High-Tech und relativ günstig
  • Nur für schmale Flächen, Beete oder viele Meter für U-Förmige Verlegung
  • Mit Regentonne, Filter & Pumpe relativ güünstig
  • Häufig nur Oberirdisch geeignet
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Zubehör

Um deinen neuen Tropfschlauch richtig zu fixieren gibt es Gartenschlauchanker. Diese kannst du problemlos verweden um den Tropfschlauch zu verlegen. Denke allerdings dabei daran, dass die Gartenschlauchanker nicht die Lochungen verdecken. Du findest sie in passenden Stück-Sets von 50 * oder 100 *.

Achte außerdem darauf einen Druckminderer * zu verwenden, sofern keiner im Tropfschlauch integriert ist. Außerdem gibt es noch verschiedene Steckverbindungen, allerdings raten wir davon ab, da diese meist Schwachstellen darstellen.

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